Schüler mit Lernschwierigkeiten werden nach unten durchgereicht PDF Drucken E-Mail

SPD Bildungsexperte  Peter Befeldt
Peter Befeldt
30.05.08 | Peter Befeldt, Bildungsexperte und unser Gast bei der jüngsten Mitgliederversammlung, legte in seinem Referat die Finger auf die Wunden der Bildungspolitik und ließ dabei auch die SPD nicht ungeschoren. ´

 

Hätten wir als Sozialdemokraten in Niedersachsen unsere Ansätze in der Bildungspolitik bis zum Ende durchgehalten und verwirklicht, wären wir heute bereits weiter, so sein Eingeständnis.
Die jetzige Wirklichkeit im Alltag der Schulen und auch im Ausblick auf die Ausbildungschancen der Schulabgänger ist gleichwohl unverändert bedrückend.

In einer kaum noch überschaubaren Vielfalt der Schulformen und Förderschulen, werden Schüler mit sozialen Problemen oder Lernschwierigkeiten im Schulalltag desmanchen "nach unten" durchgereicht.

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Ein Foto am Ende der Diskussion. Von links nach rechts: Paul Kratz, Hubert Meyer, Peter Befeldt, Werner Lager

Daraus jedoch einen direkten Vorwurf an die Lehrerinnen und Lehrer abzuleiten, sei falsch.
Jenseits ihres eigentlichen Auftrages als Pädagogen sehen sich die Lehrkräfte heute mit einem Überwurf verwaltungstechnischer Aufgaben und auch mit neuen sozialen Problemen an den Schulen konfrontiert.
Eine Anpassung der Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte blieb im Werden dieser neuen Wirklichkeit aber auf der Strecke.
In der dem Vortrag folgenden Diskussion mit den Mitgliedern unseres Ortsverein beschrieb Peter Befledt dann nochmals deutlich jene Kosten, die unserer Gesellschaft allein durch die "Sitzenbleiber" erwachsen. Alle Folgewirkungen eingerechnet wird hierbei bundesweit ein Kostenpunkt im Milliardenbereich ereicht.

Wir brauchen nicht immer neue Förderschulen und Nachhilfebetriebe, sondern die beste Hilfe eben in jener Schule, in der das Kind zuhause ist. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

 
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